WIG-Schweißen – höchste Präzision für saubere Schweißnähte
Das WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen, international auch TIG bzw. GTAW genannt) ist eines der hochwertigsten und am besten kontrollierbaren Schweißverfahren überhaupt. Es kommt immer dann zum Einsatz, wenn es auf höchste Qualität, spritzerfreie und optisch saubere Schweißnähte ankommt – etwa bei Edelstahl, Aluminium und dünnen Blechen. Als zertifizierter Schweißbetrieb zählt das WIG-Schweißen bei HORN neben dem MAG-Schweißen zu den zentralen Verbindungsschweißverfahren für anspruchsvolle Bauteile im Behälter- und Maschinenbau.
WIG-Schweißen bei HORN auf einen Blick
- Verfahren: Schutzgas-Schmelzschweißen mit nicht abschmelzender Wolfram-Elektrode
- Nahtqualität: spritzerfrei, sauber, minimale Nachbearbeitung
- Werkstoffe: Edelstahl, Normalstahl, Aluminium, Nickellegierungen, Sondermaterialien
- Stärke: ideal für dünne Bleche und sichtbare Präzisionsnähte
- Zertifizierung: EN 1090-2 EXC4 (Stahl), EN 1090-3 EXC2 (Aluminium), EN ISO 9001:2015
- Aufsicht: qualifizierte Schweißaufsicht (IWE/IWT), geprüfte Schweißer, HP0
Wie funktioniert das WIG-Schweißen?
Beim WIG-Schweißen wird der Schweißstrom über eine Wolfram-Elektrode zugeführt, die extrem temperaturbeständig ist und – anders als bei den meisten anderen Verfahren – nicht abschmilzt. Zwischen dieser Elektrode und dem Werkstück bildet sich ein Lichtbogen, der das Metall örtlich aufschmilzt. Ein inertes Schutzgas, meist Argon, umhüllt die Schweißstelle und schützt das Schmelzbad zuverlässig vor dem Sauerstoff der Umgebungsluft. Der Zusatzwerkstoff wird – falls benötigt – von Hand oder mechanisiert seitlich zugeführt.
Das Besondere: Lichtbogen, Wärmezufuhr und Zusatzwerkstoff lassen sich getrennt voneinander steuern. Genau diese Trennung gibt dem Schweißer eine unübertroffene Kontrolle über den Prozess und ermöglicht Nähte von höchster Qualität – auch in schwierigen Positionen und bei empfindlichen Werkstoffen.
Vorteile des WIG-Schweißens
Das WIG-Schweißen bietet zahlreiche Vorteile, die es zur bevorzugten Methode für hochwertige Verbindungen machen. Da das Schutzgas die Bildung von Schlacke verhindert, entstehen besonders saubere Nähte, die kaum Nachbearbeitung erfordern. Durch die kontrollierte Hitzeeinwirkung bleibt der Verzug gering, sodass Form und Konturen der Bauteile erhalten bleiben. Das Verfahren ist zudem außerordentlich flexibel und eignet sich für nahezu alle schweißbaren Metalle und Schweißpositionen. Die nicht abschmelzende Wolfram-Elektrode sorgt für einen stabilen, gleichmäßigen Lichtbogen und damit für konstant hohe Qualität – naht für naht.
Geeignete Werkstoffe
Zu den typischen WIG-Werkstoffen zählen rostfreie Stähle, Aluminium- und Nickellegierungen sowie dünne Bleche aus Aluminium und Edelstahl. Gerade bei diesen Materialien, bei denen Aussehen, Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit entscheidend sind, spielt das Verfahren seine Stärken aus. HORN verarbeitet im WIG-Verfahren Normalstahl, Edelstahl, Aluminium und Sondermaterialien – abgestimmt auf die jeweilige Anwendung und die geforderte Nahtgüte.
WIG oder MAG? Die richtige Wahl des Verfahrens
WIG- und MAG-Schweißen ergänzen sich. Das WIG-Verfahren punktet mit maximaler Präzision und Sauberkeit, ist dafür aber langsamer – ideal für dünne Bleche, sichtbare Nähte und die Wurzellage. Bei dickeren Blechen und größeren Nahtvolumen sind leistungsfähigere Verfahren wie das
MAG-Schweißen oder das
Unterpulver-Schweißen wirtschaftlicher. HORN wählt für jedes Bauteil das passende Verfahren – oft in Kombination: WIG für die hochwertige Wurzel, ein Hochleistungsverfahren für die Fülllagen.
WIG-Heißdraht-Schweißen – hohe Abschmelzleistung fürs Auftragschweißen
Eine leistungsstarke Variante ist das WIG-Heißdraht-Schweißen (Hotwire-Verfahren). Dabei wird der Zusatzdraht vor dem Eintritt ins Schmelzbad über ein separates Modul elektrisch bis nahe an den Schmelzpunkt erhitzt. Weil der vorgewärmte Draht dem Lichtbogen kaum noch Wärme entzieht und sofort abschmilzt, steigen Abschmelzleistung und Schweißgeschwindigkeit deutlich – bei gleichbleibend hoher Nahtqualität. Ein besonderer Vorteil: Da die Abschmelzleistung vom Schweißstrom entkoppelt ist, lässt sie sich unabhängig regeln und exakt an die Aufgabe anpassen. HORN nutzt das WIG-Heißdraht-Verfahren vor allem beim
Auftragschweißen, um verschleiß- und korrosionsbeständige Schutzschichten wirtschaftlich und großflächig aufzutragen. Im Unterschied dazu wird der Draht beim WIG-Kaltdraht-Verfahren ungeheizt zugeführt – ideal für hochwertige Nahtoptik, aber mit geringerer Auftragsleistung.
WIG-Schweißen im Kompetenzverbund von HORN
Als zertifizierter Schweißbetrieb nach EN 1090 (bis EXC4) mit Managementsystem nach EN ISO 9001:2015 bietet HORN alle Voraussetzungen für normgerechtes WIG-Schweißen. Qualifiziertes Schweißaufsichtspersonal mit
IWE- und IWT-Qualifikation sowie geprüfte Schweißer sorgen für dokumentierte Qualität. Das WIG-Schweißen ist dabei fester Bestandteil des umfassenden Spektrums an
Schweißtechnologien – von der Sonderfertigung im Behälter- und Maschinenbau bis zur Komplettmontage.
Häufige Fragen zum WIG-Schweißen
Was bedeutet WIG-Schweißen?
WIG steht für Wolfram-Inertgas-Schweißen. Der Schweißstrom wird über eine nicht abschmelzende Wolfram-Elektrode zugeführt, ein inertes Schutzgas (meist Argon) schützt das Schmelzbad. International heißt das Verfahren TIG oder GTAW.
Für welche Materialien eignet sich das WIG-Schweißen?
Besonders für rostfreie Stähle, Aluminium- und Nickellegierungen sowie dünne Bleche. Überall dort, wo saubere, präzise Nähte und Korrosionsbeständigkeit gefragt sind, ist WIG erste Wahl.
Was ist der Unterschied zwischen WIG- und MAG-Schweißen?
Beim WIG-Schweißen schmilzt die Elektrode nicht ab, der Zusatzwerkstoff wird separat zugeführt – das ergibt höchste Präzision, aber geringere Geschwindigkeit. Das MAG-Schweißen arbeitet mit abschmelzender Drahtelektrode und ist schneller, ideal für dickere Bleche und größere Nahtvolumen.
Warum sind WIG-Nähte so sauber?
Das inerte Schutzgas verhindert die Bildung von Schlacke und schützt das Schmelzbad vor der Atmosphäre. Dadurch entstehen spritzerfreie, optisch hochwertige Nähte mit minimalem Nachbearbeitungsaufwand.
Ist HORN für WIG-Schweißen zertifiziert?
Ja. HORN ist nach EN 1090-2 EXC4 (Stahl) und EN 1090-3 EXC2 (Aluminium) zertifiziert, verfügt über ein Managementsystem nach EN ISO 9001:2015, HP0-Zulassung sowie qualifizierte Schweißaufsicht (IWE/IWT) und geprüfte Schweißer.
HORN – Ihr Partner für WIG-Schweißen
Ob präzise Edelstahlnaht, anspruchsvolle Aluminiumverbindung oder sicherheitsrelevante Schweißkonstruktion: Mit moderner WIG-Technik, umfassenden Zertifizierungen und qualifizierter Schweißaufsicht fertigt HORN Schweißverbindungen in höchster Güte. Profitieren Sie von jahrzehntelanger Erfahrung in der Schweißtechnik – für saubere, dauerhaft belastbare Nähte, dokumentiert und normgerecht.