Waterjet

Eine Wasserstrahlschneidemaschine, auch Waterjet genannt, trennt Werksstoffe mittels eines Hochdruckwasserstrahls. Zum Wasserstrahlschneiden wird entweder gefiltertes Wasser oder bei speziellen Materialien zusätzlich zum Wasser ein Abrasivmittel (zB Sand) verwendet, dadurch kommt es aus zu keinen Gefügeveränderungen an den Schnittkanten. Das Wasserstrahlschneidverfahren mit einer Waterjet zählt zu den wirtschaftlichsten Schneideverfahren und punktet vor allem in Bezug auf Schneidfähigkeit von unterschiedlichsten Materialien von Stahl, Aluminium bis Stein, Marmor, Granit, Glas, Kunststoffen jeglicher Art, Schaum- und Isolierstoffen. Der Zuschnitt erfolgt präzise und (meist) nachbearbeitungsfrei und ohne thermischen Einfluss der Maschine. Der Strahl erzeugt dabei einen Druck von meist 4000 bis zu 6000 bar und eine Geschwindigkeit von bis zu 1000 m/s. Dabei erwärmt sich das zu schneidende Werkstück aber kaum, deshalb kann es, im Gegensatz zum Laserschneiden, auch zum Trennen von gehärtetem Stahl eingesetzt werden. Im Jahr 1971 wurde die erste einsatzfähige Wasserstrahlschneidemaschine in Schweden vorgestellt. Ende der 90er-Jahre wurde diese dann verbessert und es kam ein neues Verfahren auf den Markt, das sogenannte Dynamic Waterjet. Hierbei werden die Winkelfehler, die durch die Stahlaufweitung entstehen, korrigiert und es wurde damit möglich, auch dickere Werkstücke präzise mit dieser Technik zu schneiden. Neben dem Trennen kann es auch zum Entgraten verwendet werden und es kann eine Genauigkeit von bis zu 0,005 mm/m Bearbeitungslänge erreicht werden.