Auftragschweißen

Schweißen ist eine komplexe Angelegenheit und es braucht unterschiedliche Schweißverfahren für die jeweilige unterschiedlichen Werkstoffe. Beim Auftragschweißen bzw. Cladding (nach DIN 8580) kommt es durch den Schweißzusatzwerkstoff (Draht oder Pulver) zu einem Volumenaufbau eines Bauteiles und somit zählt dieses Verfahren zum Beschichten. Dabei werden materialgleiche oder materialähnliche Legierungen verwendet. Diese bestehen meist aus Kobalt-, Nickel- oder Eisen und werden metallurgisch mit dem Werkstoff verbunden. Auftragschweißen findet seinen Einsatz besonders bei Reparaturen oder als Oberflächenschutz (vor Korrosion, Verschleiß und/oder Temperatur) oder Veredelung bestehender Bauteile, um diese widerständiger zu machen. Dabei wird eine hochlegierte Schutzschicht auf einen Grundwerkstoff mit einer niedrigen Legierung aufgetragen. Obwohl dieser Werkstoff dabei hohen thermischen Belastungen ausgesetzt wird, trägt die schützende Beschichtung dazu bei, die Lebensdauer des Bauteils deutlich zu verlängern. Anwendung findet dieses Verfahren in sehr vielen Gebieten, nämlich überall dort, wo ein starker Schutz des zu Grunde liegenden Materials benötigt wird, beispielsweise bei der Reparatur von Gleisen oder bei der Instandsetzung von Müllverbrennungsanlagen. Auch wirtschaftlich macht sich dieser Prozess bezahlt, denn so können auch besonders hochwertige Werkstücke kostengünstig repariert oder verbessert werden.

Es gibt dazu unterschiedliche Schweißverfahren, die zum Einsatz gebracht werden können. Diese sind:

1) MAG Prozess: 136
2) MAG/UP Prozess: 136/12
3) WIG-Heißdraht
4) PTA Schweißen
5) Thermische Beschichtung